Fotografieren im Maßstab 1:160 (2)

Der Weg zum fertigen Bild

Nachdem ich im letzten Artikel festgehalten habe, welche Hilfsmittel man benötigt, um eine schöne Nachtaufnahme einer Modelllandschaft (es lebe die neue Rechtschreibung!) zu gestalten, soll es heute darum gehen, wie mein Vater und ich letztlich zu einem guten Bild gelangt sind. Dabei möchte ich vor allem auf drei Punkte eingehen, die uns für ein spannendes Bild wichtig waren: Bildkomposition, Fokus und Lichtspuren.

Bildkomposition

Wenn man im echten Leben fotografiert, hat man es zumeist recht leicht, einen natürlichen Blickwinkel zu erreichen. Man fotografiert von Augenhöhe, so dass es für den Betrachter des entstehenden Bildes einfach ist, die Perspektive zu begreifen. Besonders geübte Fotografen können diesen natürlichen Blickwinkel jedoch durchbrechen und durch eine besonders schräge Komposition, oder den Blick aus der Vogelperspektive besonders ausdrucksstarke Fotos zaubern.

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Fotografieren im Maßstab 1:160

Die Vorbereitungen

Beim Besuch in der Heimat kommt man ja manchmal auf wundersame Ideen. Als ich an einem der letzten Wochenenden im Zug nach Leipzig saß, kam mir die Idee, einmal die Modelleisenbahn meines Vaters als Fotomotiv genauer in Betracht zu ziehen. Dort wollte ich also die Erfahrungen aus meinem echten – großen – Fotoleben, auf den kleinen Maßstab übertragen und die Minizüge und -landschaften im rechten Licht präsentieren. Im folgenden beschreibe ich unsere Odyssee von der Idee zum fertigen Bild.

Da mein Vater mit großem Aufwand eine wunderschöne Landschaft mit toller Beleuchtung erschaffen hat, setzten wir uns das Ziel, eine Nachtaufnahme des Bahnhofs mit vorbeifahrendem Zug zu gestalten. Ich schreibe bewusst gestalten, da wir hier tatsächlich nicht einfach auf den Auslöser drücken konnten, sondern durchaus einige Planung vonnöten war. Continue reading